Lexapro (Escitalopram)
Lexapro ist die Originalmarke von Escitalopram, einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer zur Behandlung der Major Depression und der generalisierten Angststörung. Tabletten sind in 5 mg, 10 mg und 20 mg erhältlich, wobei 10 mg die übliche Erhaltungsdosis bei Erwachsenen ist.
- Wirkstoffe
- Escitalopram
- Hersteller
- Forest/Allergan
- Darreichungsformen
- tablet
- Verfügbare Dosierungen
- 5mg, 10mg, 20mg
- Kategorie
- Antidepressiva
What is it?
Lexapro ist der Markenname für Escitalopram-Tabletten, die in den USA von Forest Laboratories (jetzt Allergan) vermarktet werden, während Cipralex die entsprechende Marke von Lundbeck in weiten Teilen Europas ist. Es wurde 2002 von der FDA zugelassen und gehört zu den am häufigsten verwendeten SSRI bei Major Depression und generalisierter Angststörung. Zugelassenes generisches Escitalopram ist breit verfügbar und in der Standarddosis von 10 mg klinisch gleichwertig.
Wirkstoffe
Jede Lexapro-Tablette enthält Escitalopram (das S-Enantiomer von Citalopram), einen selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer mit einer im Vergleich zu anderen SSRI relativ sauberen Pharmakologie. Die Stärken 5 mg, 10 mg und 20 mg ermöglichen eine flexible Titration. Der Wirkstoff ist zwischen Lexapro und zugelassenen Generika identisch, wobei eine regulatorische Bioäquivalenz vorgeschrieben ist.
Forms and dosages
Lexapro wird als ovale, filmüberzogene Tabletten mit Bruchrille bei den Stärken 10 mg und 20 mg geliefert. Die empfohlene Anfangsdosis bei Erwachsenen beträgt 10 mg einmal täglich, konsequent morgens oder abends mit oder ohne Nahrung eingenommen. Nach mehreren Wochen kann die Dosis bei unzureichendem Ansprechen auf 20 mg erhöht werden. Ältere Patienten und Patienten mit Leberfunktionsstörungen beginnen üblicherweise mit 5 mg bei einer Höchstdosis von 10 mg.
Anwendungsgebiete
Lexapro ist bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren (Depression) sowie bei Erwachsenen (generalisierte Angststörung) zur Behandlung von Major Depression und generalisierter Angststörung zugelassen. Off-Label-Anwendungen umfassen Panikstörung, soziale Angststörung, Zwangsstörung und prämenstruelle dysphorische Störung. Laut klinischen Leitlinien gilt Escitalopram als Erstlinientherapie bei Depressionen in der hausärztlichen Versorgung Erwachsener, insbesondere bei Patienten ohne vorherige antidepressive Therapie.
Wirkmechanismus
Lexapro wirkt durch selektive Hemmung des Serotonin-Wiederaufnahmetransporters (SERT) an der Synapse und erhöht so die Verfügbarkeit von Serotonin für postsynaptische Rezeptoren. Der therapeutische Effekt baut sich über 4-6 Wochen auf, da nachgeschaltete Rezeptoradaptationen erfolgen, obwohl die biochemische SERT-Hemmung bereits Stunden nach der ersten Einnahme nachweisbar ist. Angstsymptome bessern sich oft schneller als depressive Symptome, manchmal schon innerhalb der ersten 2 Wochen.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, bis Lexapro wirkt? ▾
Manche Anwender bemerken Verbesserungen von Stimmung und Schlaf innerhalb von 1-2 Wochen, doch der volle antidepressive Effekt erfordert in der Regel 4-6 Wochen konsequenter Einnahme. Laut klinischen Leitlinien sollte Lexapro nicht vor Ablauf von 4-6 Wochen bei adäquater Dosis als unwirksam eingestuft werden. Angstsymptome können schneller ansprechen als depressive Symptome.
Soll ich Lexapro morgens oder abends einnehmen? ▾
Beides ist akzeptabel. Manche Anwender empfinden Lexapro als leicht aktivierend und bevorzugen die morgendliche Einnahme, andere empfinden es als sedierend und bevorzugen den Abend. Konsequenz ist wichtiger als der genaue Zeitpunkt. Laut Fachinformation beeinflusst Nahrung die Resorption nicht wesentlich.
Was sind die häufigsten Nebenwirkungen von Lexapro? ▾
Häufige Nebenwirkungen umfassen Übelkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Müdigkeit, sexuelle Funktionsstörungen (verzögerter Orgasmus, verminderte Libido) und vermehrtes Schwitzen. Die meisten sind in den ersten 2-4 Wochen am stärksten ausgeprägt und bessern sich, sobald sich der Körper anpasst. Anhaltende sexuelle Nebenwirkungen sind der häufigste Grund für einen SSRI-Wechsel.
Macht Lexapro abhängig? ▾
Lexapro ist nicht im Sinne von Suchtverlangen oder zwanghaftem Konsum abhängig machend. Ein abruptes Absetzen kann jedoch ein Absetzsyndrom (Schwindel, grippeähnliche Symptome, elektroähnliche Empfindungen) hervorrufen, das durch ausschleichendes Absetzen abklingt. Laut Fachinformation sollte Lexapro über mehrere Wochen ausgeschlichen und nicht abrupt abgesetzt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Lexapro und Celexa? ▾
Lexapro enthält Escitalopram (das aktive S-Enantiomer von Citalopram), während Celexa Citalopram (das razemische Gemisch aus S- und R-Enantiomeren) enthält. Escitalopram hat eine sauberere Pharmakologie, ein geringeres Risiko einer QT-Verlängerung und ist bei der halben Milligrammdosis wirksam. Laut klinischen Leitlinien wird Escitalopram bei der Initialtherapie eines SSRI dieser Familie generell bevorzugt.
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