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Allergie und Antihistaminika

Zyrtec (Cetirizin) Allergietabletten

Zyrtec ist ein orales Antihistaminikum mit dem Wirkstoff Cetirizin, das je nach Land rezeptfrei oder verschreibungspflichtig erhältlich ist.

Zyrtec (Cetirizine) 5mg tablet — medication photo
Wirkstoffe
Cetirizine
Hersteller
Johnson & Johnson
Darreichungsformen
tablet, oral solution, orodispersible tablet
Verfügbare Dosierungen
5mg, 10mg

What is it?

Zyrtec ist eine der weltweit am häufigsten verkauften Marken von Cetirizin, vermarktet von Johnson & Johnson und ursprünglich von UCB entwickelt. Es wurde 1995 von der US-amerikanischen Food and Drug Administration zugelassen und ist als orale Tabletten, Schmelztabletten und orale Lösung erhältlich. Je nach Land wird Zyrtec rezeptfrei oder nur auf Rezept verkauft. Weltweit sind zahlreiche zugelassene Generika von Cetirizin verfügbar.

Wirkstoffe

Jede Tablette enthält Cetirizinhydrochlorid als einzigen Wirkstoff in einer Stärke von 5 mg oder 10 mg. Cetirizin ist der aktive Metabolit von Hydroxyzin und gehört zu den H1-Antihistaminika der zweiten Generation.

Forms and dosages

Zyrtec wird oral einmal täglich mit oder ohne Nahrung eingenommen. Laut Fachinformation beträgt die übliche Erwachsenendosis 10 mg einmal täglich, reduziert auf 5 mg bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Niereninsuffizienz und bei älteren Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. Die pädiatrische Dosis erfolgt alters- und gewichtsbasiert; orale Lösung und Schmelztabletten erleichtern die genaue Dosierung bei Kindern. Tabletten werden ganz mit Wasser geschluckt.

Anwendungsgebiete

Zyrtec ist bei Erwachsenen und Kindern zur Behandlung der saisonalen und perennialen allergischen Rhinitis, der allergischen Konjunktivitis und der chronischen idiopathischen Urtikaria zugelassen. Laut internationalen Leitlinien zählt es zu den empfohlenen Antihistaminika der zweiten Generation für die First-Line-Therapie dieser Erkrankungen. Zyrtec ist nicht die First-Line-Behandlung bei schwerem Asthma oder bei Anaphylaxie.

Wirkmechanismus

Cetirizin blockiert selektiv periphere H1-Histaminrezeptoren und antagonisiert so die Wirkungen von Histamin, das von Mastzellen während allergischer Reaktionen freigesetzt wird. Das Ergebnis ist eine Verringerung der Vasodilatation, der Kapillarpermeabilität, des Pruritus und der urtikariellen Reaktionen. Die begrenzte Penetration ins zentrale Nervensystem erklärt die geringere Häufigkeit von Sedierung im Vergleich zu klassischen Antihistaminika, wobei eine leichte Müdigkeit dennoch auftreten kann.

Häufig gestellte Fragen

Wie schnell wirkt Zyrtec?

Zyrtec beginnt typischerweise innerhalb einer Stunde nach oraler Einnahme zu wirken, mit maximaler antihistaminischer Aktivität nach zwei Stunden. Laut Fachinformation wird bei chronischer allergischer Rhinitis oder Urtikaria die regelmäßige tägliche Einnahme zur dauerhaften Symptomkontrolle empfohlen, während eine gelegentliche Anwendung bei episodischer Allergenexposition wie Pollenspitzen wirksam sein kann.

Verursacht Zyrtec Müdigkeit?

Cetirizin weist ein günstigeres Sedierungsprofil als Antihistaminika der ersten Generation wie Diphenhydramin auf, eine leichte Müdigkeit wird jedoch bei einigen Patienten weiterhin berichtet, insbesondere bei höheren Dosen oder in Kombination mit Alkohol. Laut Fachinformation sollten Patienten beim Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen vorsichtig sein, bis sie wissen, wie sich das Arzneimittel bei ihnen auswirkt.

Kann Zyrtec täglich eingenommen werden?

Ja. Zyrtec ist für die tägliche Anwendung bei chronischer allergischer Rhinitis und chronischer Urtikaria zugelassen. Laut Fachinformation wird die tägliche Einnahme über längere Zeiträume gut vertragen. Eine regelmäßige Reevaluation durch den verschreibenden Arzt wird dennoch empfohlen, insbesondere wenn sich die Symptome ändern oder andere Behandlungen hinzukommen. Ein abruptes Absetzen nach sehr langer Anwendung wurde selten mit schwerem Rebound-Pruritus in Verbindung gebracht.

Können Kinder Zyrtec einnehmen?

Ja, mit alters- und gewichtsbasierter Dosierung. Zyrtec ist in einigen Ländern bei Kindern ab sechs Monaten zugelassen, mit einem in der Fachinformation festgelegten gestaffelten Dosierungsschema. Flüssige Formulierungen erleichtern die genaue Dosierung. Laut klinischen Leitlinien sollte die pädiatrische Verordnung mit einem Kinderarzt oder Apotheker besprochen werden, insbesondere bei chronischen Erkrankungen oder bei jungen Kindern mit Niereninsuffizienz.

Was sind die wichtigsten Gegenanzeigen für Zyrtec?

Zyrtec ist bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Cetirizin, Hydroxyzin oder Piperazinderivate sowie bei schwerer Niereninsuffizienz mit einer Kreatinin-Clearance unterhalb des in der Fachinformation festgelegten Schwellenwerts kontraindiziert. Vorsicht ist geboten bei älteren Patienten, bei Epilepsie und während Schwangerschaft und Stillzeit. Laut Fachinformation muss die Anamnese vor jeder Verordnung durch einen Arzt überprüft werden.

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