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Allergie und Antihistaminika

Allegra (Fexofenadin) Allergietabletten

Allegra ist ein orales, rezeptfrei oder verschreibungspflichtiges Antihistaminikum mit dem Wirkstoff Fexofenadin. Es wird bei Erwachsenen und Kindern bei allergischer Rhinitis und chronischer Urtikaria angewendet, mit sehr geringer ZNS-Penetration und ohne klinisch relevante Sedierung.

Allegra (Fexofenadine) 30mg tablet — medication photo
Wirkstoffe
Fexofenadine
Hersteller
Sanofi
Darreichungsformen
tablet, oral suspension, orodispersible tablet
Verfügbare Dosierungen
30mg, 60mg, 120mg, 180mg

What is it?

Allegra ist der ursprüngliche Markenname von Fexofenadin und wird von Sanofi (ursprünglich Hoechst Marion Roussel und später Aventis) vermarktet. Es wurde 1996 von der US-amerikanischen Food and Drug Administration zugelassen und ist als Tabletten, Schmelztabletten und orale Suspension erhältlich. Je nach Land wird Allegra rezeptfrei oder nur auf Rezept abgegeben. Weltweit sind zahlreiche zugelassene Generika von Fexofenadin verfügbar.

Wirkstoffe

Jede Tablette enthält Fexofenadinhydrochlorid als einzigen Wirkstoff in einer Stärke von 30 mg, 60 mg, 120 mg oder 180 mg. Fexofenadin ist der aktive Metabolit von Terfenadin und ein H1-Antihistaminikum der zweiten Generation mit sehr geringer zentraler Penetration.

Forms and dosages

Allegra wird oral mit Wasser eingenommen und nicht mit Fruchtsäften, da diese die Resorption verringern können. Laut Fachinformation beträgt die übliche Dosis bei Erwachsenen und Jugendlichen 60 mg zweimal täglich oder 180 mg einmal täglich bei allergischer Rhinitis und 60 mg zweimal täglich bei chronischer Urtikaria. Die pädiatrische Dosierung erfolgt alters- und gewichtsabhängig; orale Suspension und Schmelztabletten erleichtern die genaue Verabreichung bei Kindern.

Anwendungsgebiete

Allegra ist bei Erwachsenen und Kindern zur Behandlung der saisonalen allergischen Rhinitis und der chronischen idiopathischen Urtikaria zugelassen. Laut internationalen Leitlinien gehört es zu den empfohlenen Antihistaminika der zweiten Generation für die Erstlinientherapie dieser Erkrankungen, insbesondere wenn eine geringe Sedierung gewünscht wird. Allegra ist nicht das Mittel der ersten Wahl bei schwerem Asthma oder Anaphylaxie.

Wirkmechanismus

Fexofenadin blockiert selektiv die peripheren H1-Histaminrezeptoren und antagonisiert die Wirkungen von Histamin auf Vasodilatation, Kapillarpermeabilität, sensorische Nervenendigungen und glatte Muskulatur. Die sehr geringe Penetration der Blut-Hirn-Schranke erklärt das Fehlen einer klinisch relevanten Sedierung. Das Arzneimittel zeigt bei Standarddosen auch keine signifikanten anticholinergen Effekte.

Häufig gestellte Fragen

Warum sollte Allegra nicht mit Fruchtsaft eingenommen werden?

Fruchtsäfte wie Orangen-, Grapefruit- und Apfelsaft hemmen die intestinalen organischen Anionen-transportierenden Polypeptide, die Fexofenadin aufnehmen, und reduzieren die Bioverfügbarkeit um bis zu 60 %. Dies kann die klinische Wirkung mindern. Laut Fachinformation soll Allegra mit Wasser und nicht mit Saft eingenommen werden, mit einem empfohlenen Abstand von mehreren Stunden zum Saftkonsum.

Macht Allegra müde?

Allegra gehört zu den Antihistaminika mit dem niedrigsten berichteten Sedierungsprofil und wird oft bevorzugt, wenn eine geringe Sedierung erforderlich ist, einschließlich bei Berufskraftfahrern und in anderen sicherheitsrelevanten Tätigkeiten. Bei einigen Patienten können dennoch leichte Müdigkeit oder Kopfschmerzen auftreten. Laut Fachinformation sollten Patienten bei Tätigkeiten, die Aufmerksamkeit erfordern, vorsichtig sein, bis sie wissen, wie sie auf das Arzneimittel reagieren.

Wie unterscheidet sich Allegra von Zyrtec oder Claritin?

Alle drei sind Antihistaminika der zweiten Generation, doch Allegra (Fexofenadin) hat das niedrigste berichtete Sedierungsprofil und wird oft bevorzugt, wenn die Sedierung minimiert werden soll. Zyrtec (Cetirizin) hat eine etwas stärkere Sedierung und einen schnelleren Wirkungseintritt, während Claritin (Loratadin) eine minimale Sedierung und eine lange Halbwertszeit aufweist. Die Auswahl ist häufig eine Frage der individuellen Reaktion. Alle drei werden in internationalen Leitlinien als Optionen der ersten Wahl empfohlen.

Können Kinder Allegra einnehmen?

Ja, in alters- und gewichtsabhängiger Dosierung. Allegra ist je nach Land ab dem sechsten oder dem zweiten Lebensjahr zugelassen, mit pädiatrischen Darreichungsformen und Dosierungsschemata, die in der Fachinformation festgelegt sind. Laut klinischen Leitlinien sollte die pädiatrische Verordnung mit einem Kinderarzt oder Apotheker besprochen werden, insbesondere bei chronischen Erkrankungen oder bei jungen Kindern mit Niereninsuffizienz.

Was sind die wichtigsten Gegenanzeigen für Allegra?

Allegra ist bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Fexofenadin oder seinen sonstigen Bestandteilen kontraindiziert. Vorsicht ist geboten bei deutlicher Niereninsuffizienz, in der eine Dosisanpassung erforderlich sein kann, sowie in Schwangerschaft und Stillzeit, in denen die Datenlage begrenzt ist. Laut Fachinformation müssen die Anamnese und die aktuelle Medikamentenliste vor jeder Verordnung durch einen Arzt überprüft werden, insbesondere wenn bereits andere Allergie- oder ZNS-aktive Arzneimittel eingenommen werden.

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