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Allergie und Antihistaminika

Claritin (Loratadin) Allergietabletten

Claritin ist ein orales Antihistaminikum mit Loratadin, je nach Land rezeptfrei oder verschreibungspflichtig. Es wird bei Erwachsenen und Kindern bei allergischer Rhinitis und Urtikaria angewendet, mit minimaler Sedierung in der täglichen Standarddosierung.

Claritin (Loratadine) 5mg tablet — medication photo
Wirkstoffe
Loratadine
Hersteller
Bayer
Darreichungsformen
tablet, oral syrup, orodispersible tablet
Verfügbare Dosierungen
5mg, 10mg

What is it?

Claritin ist der Originalmarkenname für Loratadin und wird von Bayer (ursprünglich Schering-Plough) vertrieben. Die Zulassung durch die US-Behörde FDA erfolgte 1993. Erhältlich als orale Tabletten, Schmelztabletten und Sirup. Je nach Land ist Claritin rezeptfrei oder verschreibungspflichtig. Zahlreiche zugelassene Loratadin-Generika sind weltweit verfügbar.

Wirkstoffe

Jede Tablette enthält Loratadin als einzigen Wirkstoff in 5mg oder 10mg. Loratadin ist ein H1-Antihistaminikum der zweiten Generation mit sehr geringer ZNS-Penetration und ermöglicht eine einmal tägliche Gabe mit minimaler Sedierung. Der aktive Metabolit Desloratadin wird ebenfalls unter anderen Markennamen vertrieben.

Forms and dosages

Claritin wird oral einmal täglich, mit oder ohne Mahlzeit, eingenommen. Laut Fachinformation beträgt die übliche Erwachsenen- und Jugendlichendosis 10mg einmal täglich. Die pädiatrische Dosierung erfolgt nach Alter und Körpergewicht; Sirup und Schmelztabletten erleichtern eine genaue pädiatrische Anwendung. Bei Leberfunktionsstörungen kann eine Dosisanpassung mit längerem Dosierungsintervall bei deutlicher Beeinträchtigung erforderlich sein.

Anwendungsgebiete

Claritin ist bei Erwachsenen und Kindern zur Behandlung der saisonalen und perennialen allergischen Rhinitis sowie der chronischen idiopathischen Urtikaria zugelassen. Laut internationalen Leitlinien gehört es zu den empfohlenen Antihistaminika der zweiten Generation für die Erstlinientherapie dieser Erkrankungen. Claritin ist nicht die Erstlinientherapie bei schwerem Asthma oder Anaphylaxie.

Wirkmechanismus

Loratadin blockiert selektiv periphere H1-Histaminrezeptoren und antagonisiert die Histaminwirkung bei allergischen Reaktionen. Daraus ergeben sich verminderte Vasodilatation, geringere Kapillarpermeabilität, Unterdrückung von Pruritus und Begrenzung urtikarieller Reaktionen. Die sehr geringe zentrale Penetration erklärt das minimale Sedierungsprofil, und die hohe Selektivität gegenüber muskarinergen und adrenergen Rezeptoren begrenzt anticholinerge Effekte.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheidet sich Claritin von Zyrtec?

Beide sind Antihistaminika der zweiten Generation, doch Claritin (Loratadin) hat eine noch geringere zentrale Penetration und führt im Durchschnitt zu weniger Sedierung als Zyrtec (Cetirizin). Zyrtec kann einen schnelleren Wirkeintritt und in einigen Studien eine etwas stärkere Wirkung bei chronischer Urtikaria zeigen. Die Wahl hängt häufig von individueller Verträglichkeit und Ansprechen ab. Beide werden in internationalen Leitlinien als Erstlinienoptionen empfohlen.

Verursacht Claritin Schläfrigkeit?

Claritin gehört zu den Antihistaminika mit der niedrigsten berichteten Sedierung bei Erwachsenen unter der Standarddosierung von 10mg täglich. Leichte Somnolenz ist selten, kann aber insbesondere bei langsamen Metabolisierern oder in Kombination mit Alkohol auftreten. Laut Fachinformation sollten Patienten beim Autofahren oder Bedienen von Maschinen vorsichtig sein, bis sie wissen, wie sich das Arzneimittel auf sie auswirkt, vor allem in den ersten Behandlungstagen.

Kann Claritin täglich eingenommen werden?

Ja. Claritin ist zur täglichen Anwendung bei chronischer allergischer Rhinitis und chronischer Urtikaria zugelassen. Laut Fachinformation wird die tägliche Einnahme über längere Zeiträume gut vertragen. Eine regelmäßige Reevaluation durch den verschreibenden Arzt wird dennoch empfohlen, insbesondere bei Symptomwechsel, Hinzunahme weiterer Therapien oder Veränderungen der Leberfunktion.

Können Kinder Claritin einnehmen?

Ja, mit alters- und gewichtsabhängiger Dosierung. Claritin ist in einigen Ländern ab dem zweiten Lebensjahr zugelassen, mit einem in der Fachinformation festgelegten gestaffelten Dosierungsschema. Flüssige Darreichungsformen erleichtern die genaue pädiatrische Dosierung. Laut klinischen Leitlinien sollte die pädiatrische Verschreibung mit einem Kinderarzt oder Apotheker besprochen werden, vor allem bei chronischen Erkrankungen oder Kleinkindern mit Leberfunktionsstörung.

Welche Hauptgegenanzeigen gelten für Claritin?

Claritin ist bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Loratadin oder einen der sonstigen Bestandteile kontraindiziert. Vorsicht ist bei deutlicher Leberfunktionsstörung geboten, wo eine Dosisanpassung erforderlich ist. Die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit sollte mit dem verschreibenden Arzt besprochen werden. Laut Fachinformation muss vor jeder Verschreibung die Krankengeschichte ärztlich geprüft werden, insbesondere wenn bereits andere Allergie- oder ZNS-wirksame Arzneimittel eingenommen werden.

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