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Angstlösende Medikamente

Xanax (Alprazolam) Tabletten zum Einnehmen

Xanax ist ein verschreibungspflichtiges orales Benzodiazepin mit dem Wirkstoff Alprazolam. Es wird bei Erwachsenen zur kurzfristigen Behandlung der generalisierten Angststörung und der Panikstörung eingesetzt, mit anerkanntem Risiko einer Abhängigkeit bei längerer Anwendung.

Xanax (Alprazolam) 0.25mg tablet — medication photo
Wirkstoffe
Alprazolam
Hersteller
Pfizer
Darreichungsformen
tablet, extended-release tablet
Verfügbare Dosierungen
0.25mg, 0.5mg, 1mg, 2mg

What is it?

Xanax ist der ursprüngliche Markenname für Alprazolam, das von Pfizer (Upjohn) vermarktet und 1981 von der US-amerikanischen Food and Drug Administration zugelassen wurde. Es ist eines der weltweit am häufigsten verschriebenen Benzodiazepine. Das Präparat ist als nicht retardierte Tabletten mit Bruchkerbe sowie als Retardtabletten erhältlich; mehrere zugelassene Generika sind auf dem Markt verfügbar. Xanax ist aufgrund des Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzials nur auf Rezept erhältlich.

Wirkstoffe

Jede Tablette enthält Alprazolam als einzigen Wirkstoff, erhältlich in nicht retardierten Stärken zu 0,25 mg, 0,5 mg, 1 mg und 2 mg sowie in entsprechenden retardierten Stärken in verschiedenen Ländern. Alprazolam ist ein Triazolobenzodiazepin, das die Wirkung von GABA am GABA-A-Rezeptor verstärkt.

Forms and dosages

Xanax wird oral mit oder ohne Nahrung eingenommen. Laut Fachinformation beträgt die übliche Anfangsdosis bei Angststörungen 0,25 bis 0,5 mg dreimal täglich, mit schrittweiser Steigerung nach Bedarf; bei Panikstörung können die initialen 0,5 mg dreimal täglich unter ärztlicher Überwachung auf höhere Dosen titriert werden. Die Retardform wird einmal täglich eingenommen. Tabletten werden ganz geschluckt; Retardtabletten dürfen nicht zerkleinert oder gekaut werden.

Anwendungsgebiete

Xanax ist bei Erwachsenen zur kurzfristigen Behandlung der generalisierten Angststörung und der Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie zugelassen. Laut internationalen Leitlinien soll die Verordnung auf die niedrigste wirksame Dosis und die kürzestmögliche Dauer beschränkt werden, in der Regel zwei bis vier Wochen bei Angststörungen, mit regelmäßiger Reevaluation. Xanax ist nicht zur Behandlung primärer Depressionen, primärer Schlafstörungen oder bei Kindern außerhalb spezialisierter Fachbereiche indiziert.

Wirkmechanismus

Alprazolam bindet an die Benzodiazepin-Bindungsstelle des GABA-A-Rezeptors und verstärkt allosterisch die GABA-vermittelte Chloridleitfähigkeit, wodurch zentralnervöse Neurone hyperpolarisiert werden. Das Ergebnis sind anxiolytische, sedierende, hypnotische, antikonvulsive und muskelrelaxierende Wirkungen. Der Wirkungseintritt erfolgt typischerweise innerhalb von 30 bis 60 Minuten, mit einem Maximum nach ein bis zwei Stunden und einer Wirkdauer entsprechend einer Halbwertszeit von 6 bis 27 Stunden. Der Steady-State wird bei regelmäßiger Einnahme innerhalb weniger Tage erreicht.

Häufig gestellte Fragen

Wie schnell wirkt Xanax?

Xanax beginnt typischerweise innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach oraler Einnahme einer nicht retardierten Tablette zu wirken, mit maximalen Plasmakonzentrationen nach etwa ein bis zwei Stunden. In diesem Zeitraum kann eine subjektive Linderung der Angstsymptome wahrgenommen werden. Laut Fachinformation trägt der rasche Wirkungseintritt zum Missbrauchspotenzial bei, insbesondere bei Anwendung außerhalb des verordneten Schemas.

Wie lange darf Xanax eingenommen werden?

Die meisten klinischen Leitlinien empfehlen eine kurzfristige Anwendung von Xanax, in der Regel zwei bis vier Wochen, aufgrund des Risikos von körperlicher Abhängigkeit, Toleranzentwicklung und Entzugssymptomen bei chronischer Anwendung. Längere Anwendungsdauern werden in ausgewählten Fällen unter fachärztlicher Aufsicht und mit regelmäßiger Reevaluation erwogen. Laut Fachinformation ist ein abruptes Absetzen zu vermeiden, ein schrittweises Ausschleichen wird bevorzugt.

Darf Xanax mit Alkohol kombiniert werden?

Nein. Die Kombination von Xanax mit Alkohol erhöht das Risiko schwerer Sedierung, Atemdepression, kognitiver Beeinträchtigung und Unfälle erheblich. Die Kombination mit Opioiden birgt vergleichbare Risiken und gilt in mehreren Ländern als wesentlicher Beitrag zur Mortalität durch Überdosierung. Laut Fachinformation sollten Patienten während der Behandlung Alkohol meiden und alle Begleitmedikationen offenlegen.

Was passiert bei abruptem Absetzen von Xanax?

Ein abruptes Absetzen nach kontinuierlicher Anwendung kann Entzugssymptome auslösen, darunter Rebound-Angst, Schlaflosigkeit, Tremor, Palpitationen, Schwitzen und selten Krampfanfälle. Das Risiko steigt mit höherer Dosis, längerer Behandlungsdauer und kurz wirksamen Substanzen wie Alprazolam. Laut Fachinformation soll das Absetzen einem schrittweisen Reduktionsschema folgen, das vom verschreibenden Arzt festgelegt wird, häufig über Wochen bis Monate.

Was sind die wichtigsten Gegenanzeigen für Xanax?

Xanax ist bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Benzodiazepine, bei Engwinkelglaukom, bei schwerer Ateminsuffizienz und bei gleichzeitiger Anwendung starker CYP3A4-Inhibitoren wie Itraconazol oder Ketoconazol kontraindiziert. Vorsicht ist geboten bei älteren Patienten, bei Leberfunktionsstörungen, bei Substanzgebrauchsstörungen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Laut Fachinformation muss die Anamnese vor jeder Verordnung durch einen Arzt überprüft werden.

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