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Atemwegsmedikamente

Wer sollte Singulair nicht einnehmen

Eine Gegenanzeige ist ein Zustand, unter dem Singulair (Montelukast) nicht eingenommen werden sollte, weil das Risiko den Nutzen überwiegt. Singulair weist sowohl absolute Gegenanzeigen (nicht anwenden) als auch relative Vorsichtsmaßnahmen (nur nach sorgfältiger Prüfung anwenden) auf. Diese Seite fasst beides für den Dosisbereich 4mg, 5mg, 10mg zusammen.

Absolute Gegenanzeigen

Laut Fachinformation zu Montelukast umfassen absolute Gegenanzeigen typischerweise schwere allergische Reaktionen auf den Wirkstoff oder die Hilfsstoffe, schwere Leber- oder Niereninsuffizienz, bestimmte kardiovaskuläre Erkrankungen sowie die gleichzeitige Anwendung spezifisch interagierender Arzneimittel. Die genaue Liste hängt vom Wirkstoff ab und ist in der offiziellen Fachinformation aufgeführt.

Relative Vorsichtsmaßnahmen

Relative Vorsichtsmaßnahmen sind Situationen, in denen Singulair angewendet werden kann, aber mit zusätzlicher Überwachung, Dosisreduktion oder Erwägung einer Alternative. Dazu zählen häufig leicht- bis mittelgradige Organfunktionsstörungen, Altersextreme, mehrere Komorbiditäten und komplexe Medikationsregime. Montelukast blockiert selektiv den CysLT1-Rezeptor, der die Wirkung der Leukotriene C4, D4 und E4 vermittelt — proinflammatorische Mediatoren, die von Mastzellen und Eosinophilen freigesetzt werden.

Häufig gestellte Fragen

Darf jemand mit Herzerkrankung Singulair einnehmen?

Manche Formen von Herzerkrankungen sind absolute Gegenanzeigen für Singulair, insbesondere bei Nitratanwendung oder kürzlichen kardiovaskulären Ereignissen. Stabile, gut kontrollierte kardiovaskuläre Erkrankungen können eine Anwendung von Singulair unter fachärztlicher Aufsicht erlauben. Die Fachinformation zu Montelukast sollte eingesehen werden.

Ist Singulair bei Nierenproblemen sicher?

Leichte bis mäßige Niereninsuffizienz erlaubt Singulair in der Regel in angepassten niedrigeren 4mg, 5mg, 10mg-Dosen. Schwere Niereninsuffizienz stellt häufig eine Gegenanzeige dar oder erfordert eine erhebliche Dosisreduktion. Die verschreibende Person entscheidet anhand der Laborwerte und der Begleitmedikation.

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