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Herz-Kreislauf-Medikamente

Norvasc (Amlodipin) Filmtabletten

Norvasc ist ein verschreibungspflichtiger oraler Dihydropyridin-Calciumkanalblocker mit dem Wirkstoff Amlodipin. Eingesetzt bei Erwachsenen und Kindern zur Behandlung der arteriellen Hypertonie sowie der chronischen stabilen oder vasospastischen Angina pectoris.

Norvasc (Amlodipine) 2.5mg tablet — medication photo
Wirkstoffe
Amlodipine
Hersteller
Pfizer
Darreichungsformen
tablet
Verfügbare Dosierungen
2.5mg, 5mg, 10mg

What is it?

Norvasc ist die Originalmarke von Amlodipin und wird von Pfizer vertrieben. Das Arzneimittel wurde 1992 von der US-amerikanischen Food and Drug Administration zugelassen und ist als Filmtabletten zu 2,5 mg, 5 mg und 10 mg erhältlich. Norvasc ist ausschließlich verschreibungspflichtig. Weltweit sind zahlreiche zugelassene Generika von Amlodipin verfügbar. Das Molekül zählt zu den weltweit am häufigsten verschriebenen Antihypertensiva und steht auf der WHO-Liste der unentbehrlichen Arzneimittel.

Wirkstoffe

Jede Tablette enthält Amlodipin (als Besilat) als einzigen Wirkstoff in einer Stärke von 2,5 mg, 5 mg oder 10 mg. Amlodipin ist ein Dihydropyridin-Calciumkanalblocker der dritten Generation, der periphere Arterien selektiv erweitert und in therapeutischen Dosen nur minimale direkte kardiale Effekte aufweist.

Forms and dosages

Norvasc wird einmal täglich oral, mit oder ohne Nahrung, eingenommen. Laut Fachinformation beträgt die übliche Anfangsdosis bei Erwachsenen 5 mg einmal täglich, mit möglicher Titration auf bis zu 10 mg basierend auf Blutdruckansprechen und Verträglichkeit. Bei älteren Patienten, bei Leberfunktionsstörung sowie bei Kombination mit anderen Antihypertensiva werden niedrigere Anfangsdosen (2,5 mg) empfohlen. Die Tabletten werden täglich zur gleichen Zeit unzerkaut mit Wasser eingenommen.

Anwendungsgebiete

Norvasc ist bei Erwachsenen zur Behandlung der essenziellen arteriellen Hypertonie und der chronischen stabilen Angina pectoris sowie der vasospastischen Angina pectoris (Prinzmetal-Angina) zugelassen. Bei pädiatrischen Patienten ab 6 Jahren ist es zur Behandlung der Hypertonie zugelassen. Norvasc kann allein oder in Kombination mit anderen Antihypertensiva, einschließlich ACE-Hemmern, Angiotensin-Rezeptor-Blockern, Diuretika oder Betablockern, angewendet werden. Laut internationalen Leitlinien gehören Calciumkanalblocker zu den empfohlenen First-Line-Klassen bei der Hypertonie.

Wirkmechanismus

Amlodipin blockiert selektiv L-Typ-Calciumkanäle in der glatten Gefäßmuskulatur, reduziert den transmembranen Calciumeinstrom und bewirkt eine periphere arterielle Vasodilatation. In therapeutischen Dosen hat das Arzneimittel vergleichsweise geringe direkte Effekte auf die kardiale Kontraktilität oder die atrioventrikuläre Erregungsleitung. Die Folge ist eine anhaltende Senkung des systemischen Gefäßwiderstands und des Blutdrucks bei gleichzeitiger Verbesserung der koronaren Perfusion, was die antianginöse Wirkung unterstützt.

Häufig gestellte Fragen

Warum verursacht Norvasc Knöchelödeme?

Dihydropyridin-Calciumkanalblocker dilatieren bevorzugt Arteriolen gegenüber Venolen, was zu einem erhöhten Kapillardruck und Flüssigkeitsaustritt vor allem in den unteren Extremitäten führt. Knöchelödeme sind daher ein Klasseneffekt von Norvasc, sind in der Regel dosisabhängig und treten häufiger bei Frauen, älteren Patienten und bei warmem Wetter auf. Laut Fachinformation sollten anhaltende oder ausgeprägte Ödeme dem verschreibenden Arzt berichtet werden, der die Dosis reduzieren oder die Wirkstoffklasse wechseln kann.

Wie lange dauert es, bis Norvasc wirkt?

Norvasc wird langsam resorbiert und erreicht nach sechs bis zwölf Stunden maximale Plasmakonzentrationen; ein Steady State stellt sich nach etwa sieben bis acht Tagen einmal täglicher Einnahme ein. Die antihypertensive Wirkung entwickelt sich daher allmählich über Tage bis Wochen. Laut Fachinformation sollte die Dosisanpassung nach mindestens ein bis zwei Wochen mit gleichbleibender Dosis durch das Blutdruckansprechen geleitet werden.

Kann Norvasc mit anderen Antihypertensiva kombiniert werden?

Ja. Norvasc wird häufig mit Renin-Angiotensin-System-Blockern, Diuretika oder Betablockern kombiniert, wenn unter Monotherapie die Blutdruckziele nicht erreicht werden. Es gibt mehrere fixe Kombinationen. Laut internationalen Leitlinien wird eine Kombinationstherapie bei mittelschwerer bis schwerer Hypertonie bevorzugt, da sie Blutdruckkontrolle und Therapietreue verbessert. Die Auswahl der Kombination trifft der verschreibende Arzt anhand von Begleiterkrankungen und Ansprechen.

Beeinflusst Grapefruitsaft Norvasc?

Grapefruitsaft kann die Plasmakonzentrationen von Amlodipin durch Hemmung des intestinalen CYP3A4 leicht erhöhen, der Effekt ist jedoch geringer als bei einigen anderen Dihydropyridinen wie Felodipin. Laut Fachinformation sollte eine wesentliche Änderung des Grapefruitkonsums mit dem verschreibenden Arzt besprochen werden, insbesondere bei deutlichen Blutdruckveränderungen oder Kombination mit anderen CYP3A4-aktiven Arzneimitteln.

Was sind die wichtigsten Gegenanzeigen für Norvasc?

Norvasc ist bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Dihydropyridin-Calciumkanalblockern, bei schwerer Hypotonie, im Schock und bei instabiler Angina pectoris kurz nach einem Myokardinfarkt kontraindiziert. Vorsicht ist geboten bei schwerer Aortenstenose, schwerer Leberfunktionsstörung, bei älteren und gebrechlichen Patienten sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Laut Fachinformation muss vor jeder Verordnung die Anamnese durch einen Arzt überprüft werden.

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