Wer sollte Glucophage nicht einnehmen
Eine Gegenanzeige ist ein Zustand, unter dem Glucophage (Metformin) nicht eingenommen werden sollte, weil das Risiko den Nutzen überwiegt. Glucophage weist sowohl absolute Gegenanzeigen (nicht anwenden) als auch relative Vorsichtsmaßnahmen (nur nach sorgfältiger Prüfung anwenden) auf. Diese Seite fasst beides für den Dosisbereich 500mg, 850mg, 1000mg zusammen.
Absolute Gegenanzeigen
Laut Fachinformation zu Metformin umfassen absolute Gegenanzeigen typischerweise schwere allergische Reaktionen auf den Wirkstoff oder die Hilfsstoffe, schwere Leber- oder Niereninsuffizienz, bestimmte kardiovaskuläre Erkrankungen sowie die gleichzeitige Anwendung spezifisch interagierender Arzneimittel. Die genaue Liste hängt vom Wirkstoff ab und ist in der offiziellen Fachinformation aufgeführt.
Relative Vorsichtsmaßnahmen
Relative Vorsichtsmaßnahmen sind Situationen, in denen Glucophage angewendet werden kann, aber mit zusätzlicher Überwachung, Dosisreduktion oder Erwägung einer Alternative. Dazu zählen häufig leicht- bis mittelgradige Organfunktionsstörungen, Altersextreme, mehrere Komorbiditäten und komplexe Medikationsregime. Metformin senkt die hepatische Glukoseproduktion durch Hemmung des mitochondrialen Komplexes I, wodurch das zelluläre AMP/ATP-Verhältnis steigt und die AMP-aktivierte Proteinkinase aktiviert wird.
Häufig gestellte Fragen
Darf jemand mit Herzerkrankung Glucophage einnehmen? ▾
Manche Formen von Herzerkrankungen sind absolute Gegenanzeigen für Glucophage, insbesondere bei Nitratanwendung oder kürzlichen kardiovaskulären Ereignissen. Stabile, gut kontrollierte kardiovaskuläre Erkrankungen können eine Anwendung von Glucophage unter fachärztlicher Aufsicht erlauben. Die Fachinformation zu Metformin sollte eingesehen werden.
Ist Glucophage bei Nierenproblemen sicher? ▾
Leichte bis mäßige Niereninsuffizienz erlaubt Glucophage in der Regel in angepassten niedrigeren 500mg, 850mg, 1000mg-Dosen. Schwere Niereninsuffizienz stellt häufig eine Gegenanzeige dar oder erfordert eine erhebliche Dosisreduktion. Die verschreibende Person entscheidet anhand der Laborwerte und der Begleitmedikation.
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