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Antivirale Arzneimittel

Tamiflu mit der Antibabypille

Viele Frauen im reproduktiven Alter nehmen eine kombinierte oder reine Gestagen-Pille und gleichzeitig ein chronisches Arzneimittel wie Tamiflu (Oseltamivir) ein. Die Kombination ist bei 30mg, 45mg, 75mg in der Regel unproblematisch, doch einige wenige Medikamente können die kontrazeptive Wirksamkeit relevant verringern und erfordern entweder eine zusätzliche Methode oder einen Wechsel.

Wie Tamiflu die kontrazeptive Wirksamkeit beeinflussen kann

Kombinierte und reine Gestagen-Kontrazeptiva werden über CYP3A4 metabolisiert. Starke CYP3A4-Induktoren (einige Antiepileptika, Rifampicin, Johanniskraut) senken die kontrazeptiven Plasmaspiegel und reduzieren die Wirksamkeit. Ob Oseltamivir auf CYP3A4 wirkt, bestimmt, ob Tamiflu die Verhütung beeinflusst. Die meisten Wirkstoffe der Gruppe Antivirale Arzneimittel haben bei 30mg, 45mg, 75mg keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Pille.

Praktische Empfehlung

Nach der Fachinformation zu Oseltamivir sollten Frauen unter hormoneller Verhütung Tamiflu mit der verordnenden Ärztin bzw. dem Apotheker besprechen. Bei dokumentierter Wechselwirkung ist eine zusätzliche Barrieremethode oder der Wechsel auf eine nicht-orale Methode (IUP, Implantat) für die Dauer der Tamiflu-Therapie die übliche Maßnahme.

Häufig gestellte Fragen

Macht Tamiflu meine Pille weniger wirksam?

Die meisten Arzneimittel aus Antivirale Arzneimittel beeinträchtigen bei 30mg, 45mg, 75mg die Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva nicht. Ausnahmen sind CYP3A4-induzierende Substanzen und wenige andere. Die Fachinformation zu Oseltamivir gibt an, ob die Wechselwirkung relevant ist.

Brauche ich unter Tamiflu eine zusätzliche Verhütung?

Eine zusätzliche Verhütung ist nur bei dokumentierter Wechselwirkung zwischen Tamiflu und der Methode erforderlich. Für die meisten Anwenderinnen bei 30mg, 45mg, 75mg ist sie nicht nötig. Die Apothekerin bzw. der Apotheker bestätigt, ob Oseltamivir mit hormoneller Verhütung interagiert.

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