Remeron und Grapefruit: eine echte Wechselwirkung?
Grapefruit ist als Saft bekannt, der mit Medikamenten interagiert, und die Warnung ist für eine Reihe von Arzneimitteln berechtigt. Ob sie speziell für Remeron (Mirtazapine) bei 7.5mg, 15mg, 30mg, 45mg relevant ist, hängt davon ab, ob der Wirkstoff Mirtazapine über CYP3A4 in der Darmwand metabolisiert wird und welchen Anteil dieser Stoffwechselweg am First-Pass-Effekt hat.
Der CYP3A4-Mechanismus
Grapefruit (und ihr Saft) hemmt CYP3A4-Enzyme in der Darmwand und erhöht so die resorbierte Dosis von Arzneimitteln, die über dieses Enzym verstoffwechselt werden. Bei Wirkstoffen der Klasse Antidepressiva mit ausgeprägtem CYP3A4-First-Pass kann regelmäßiger Grapefruitkonsum die Plasmaspiegel von Mirtazapine klinisch relevant erhöhen und Nebenwirkungen verstärken.
Vorgehen mit Remeron
Gemäß der Fachinformation zu Mirtazapine ist bei aufgeführter Grapefruit-Wechselwirkung der sicherste Weg, Grapefruit vollständig zu meiden oder die Einnahmezeitpunkte mit dem verordnenden Arzt zu besprechen. Mirtazapin antagonisiert präsynaptische α2-adrenerge Rezeptoren und steigert dadurch die Freisetzung von Noradrenalin und Serotonin. Eine kleine gelegentliche Portion kann verträglich sein; tägliche große Mengen rund um die Einnahme von Remeron sind bei 7.5mg, 15mg, 30mg, 45mg nicht zu empfehlen.
Häufig gestellte Fragen
Darf ich unter Remeron Grapefruit essen? ▾
Bei einigen Arzneimitteln der Klasse Antidepressiva sollte Grapefruit wegen der CYP3A4-Hemmung gemieden oder eingeschränkt werden. Ob Remeron konkret betroffen ist, hängt von Mirtazapine ab; die Fachinformation gibt darüber Auskunft. Im Zweifel fragen Sie den Apotheker oder lesen Sie die Packungsbeilage.
Wie viel Grapefruit ist mit Remeron zu viel? ▾
Wenn die Wechselwirkung relevant ist, kann selbst ein moderater täglicher Konsum (eine ganze Grapefruit oder ein großes Glas Saft) Wirkstoffspiegel deutlich verschieben. Bei Remeron in 7.5mg, 15mg, 30mg, 45mg variiert die individuelle Verträglichkeit; vorsichtshalber sollte Grapefruit gemieden werden, wenn eine Wechselwirkung erwähnt wird.
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