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Antidepressiva

Remeron mit der Antibabypille

Viele Frauen im reproduktiven Alter nehmen eine kombinierte oder reine Gestagen-Pille und gleichzeitig ein chronisches Arzneimittel wie Remeron (Mirtazapine) ein. Die Kombination ist bei 7.5mg, 15mg, 30mg, 45mg in der Regel unproblematisch, doch einige wenige Medikamente können die kontrazeptive Wirksamkeit relevant verringern und erfordern entweder eine zusätzliche Methode oder einen Wechsel.

Wie Remeron die kontrazeptive Wirksamkeit beeinflussen kann

Kombinierte und reine Gestagen-Kontrazeptiva werden über CYP3A4 metabolisiert. Starke CYP3A4-Induktoren (einige Antiepileptika, Rifampicin, Johanniskraut) senken die kontrazeptiven Plasmaspiegel und reduzieren die Wirksamkeit. Ob Mirtazapine auf CYP3A4 wirkt, bestimmt, ob Remeron die Verhütung beeinflusst. Die meisten Wirkstoffe der Gruppe Antidepressiva haben bei 7.5mg, 15mg, 30mg, 45mg keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Pille.

Praktische Empfehlung

Nach der Fachinformation zu Mirtazapine sollten Frauen unter hormoneller Verhütung Remeron mit der verordnenden Ärztin bzw. dem Apotheker besprechen. Bei dokumentierter Wechselwirkung ist eine zusätzliche Barrieremethode oder der Wechsel auf eine nicht-orale Methode (IUP, Implantat) für die Dauer der Remeron-Therapie die übliche Maßnahme.

Häufig gestellte Fragen

Macht Remeron meine Pille weniger wirksam?

Die meisten Arzneimittel aus Antidepressiva beeinträchtigen bei 7.5mg, 15mg, 30mg, 45mg die Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva nicht. Ausnahmen sind CYP3A4-induzierende Substanzen und wenige andere. Die Fachinformation zu Mirtazapine gibt an, ob die Wechselwirkung relevant ist.

Brauche ich unter Remeron eine zusätzliche Verhütung?

Eine zusätzliche Verhütung ist nur bei dokumentierter Wechselwirkung zwischen Remeron und der Methode erforderlich. Für die meisten Anwenderinnen bei 7.5mg, 15mg, 30mg, 45mg ist sie nicht nötig. Die Apothekerin bzw. der Apotheker bestätigt, ob Mirtazapine mit hormoneller Verhütung interagiert.

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