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Neurologische Arzneimittel

Wer sollte Neurontin nicht einnehmen

Eine Gegenanzeige ist ein Zustand, unter dem Neurontin (Gabapentin) nicht eingenommen werden sollte, weil das Risiko den Nutzen überwiegt. Neurontin weist sowohl absolute Gegenanzeigen (nicht anwenden) als auch relative Vorsichtsmaßnahmen (nur nach sorgfältiger Prüfung anwenden) auf. Diese Seite fasst beides für den Dosisbereich 100mg, 300mg, 400mg, 600mg, 800mg zusammen.

Absolute Gegenanzeigen

Laut Fachinformation zu Gabapentin umfassen absolute Gegenanzeigen typischerweise schwere allergische Reaktionen auf den Wirkstoff oder die Hilfsstoffe, schwere Leber- oder Niereninsuffizienz, bestimmte kardiovaskuläre Erkrankungen sowie die gleichzeitige Anwendung spezifisch interagierender Arzneimittel. Die genaue Liste hängt vom Wirkstoff ab und ist in der offiziellen Fachinformation aufgeführt.

Relative Vorsichtsmaßnahmen

Relative Vorsichtsmaßnahmen sind Situationen, in denen Neurontin angewendet werden kann, aber mit zusätzlicher Überwachung, Dosisreduktion oder Erwägung einer Alternative. Dazu zählen häufig leicht- bis mittelgradige Organfunktionsstörungen, Altersextreme, mehrere Komorbiditäten und komplexe Medikationsregime. Gabapentin bindet an die Alpha-2-Delta-Hilfsuntereinheit spannungsabhängiger Calciumkanäle im zentralen Nervensystem und reduziert dadurch den präsynaptischen Calciumeinstrom sowie die Freisetzung exz…

Häufig gestellte Fragen

Darf jemand mit Herzerkrankung Neurontin einnehmen?

Manche Formen von Herzerkrankungen sind absolute Gegenanzeigen für Neurontin, insbesondere bei Nitratanwendung oder kürzlichen kardiovaskulären Ereignissen. Stabile, gut kontrollierte kardiovaskuläre Erkrankungen können eine Anwendung von Neurontin unter fachärztlicher Aufsicht erlauben. Die Fachinformation zu Gabapentin sollte eingesehen werden.

Ist Neurontin bei Nierenproblemen sicher?

Leichte bis mäßige Niereninsuffizienz erlaubt Neurontin in der Regel in angepassten niedrigeren 100mg, 300mg, 400mg, 600mg, 800mg-Dosen. Schwere Niereninsuffizienz stellt häufig eine Gegenanzeige dar oder erfordert eine erhebliche Dosisreduktion. Die verschreibende Person entscheidet anhand der Laborwerte und der Begleitmedikation.

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