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Augenheilkunde und ophthalmologische Therapien

Wer sollte Lumigan nicht einnehmen

Eine Gegenanzeige ist ein Zustand, unter dem Lumigan (Bimatoprost) nicht eingenommen werden sollte, weil das Risiko den Nutzen überwiegt. Lumigan weist sowohl absolute Gegenanzeigen (nicht anwenden) als auch relative Vorsichtsmaßnahmen (nur nach sorgfältiger Prüfung anwenden) auf. Diese Seite fasst beides für den Dosisbereich 0.01%, 0.03% zusammen.

Absolute Gegenanzeigen

Laut Fachinformation zu Bimatoprost umfassen absolute Gegenanzeigen typischerweise schwere allergische Reaktionen auf den Wirkstoff oder die Hilfsstoffe, schwere Leber- oder Niereninsuffizienz, bestimmte kardiovaskuläre Erkrankungen sowie die gleichzeitige Anwendung spezifisch interagierender Arzneimittel. Die genaue Liste hängt vom Wirkstoff ab und ist in der offiziellen Fachinformation aufgeführt.

Relative Vorsichtsmaßnahmen

Relative Vorsichtsmaßnahmen sind Situationen, in denen Lumigan angewendet werden kann, aber mit zusätzlicher Überwachung, Dosisreduktion oder Erwägung einer Alternative. Dazu zählen häufig leicht- bis mittelgradige Organfunktionsstörungen, Altersextreme, mehrere Komorbiditäten und komplexe Medikationsregime. Bimatoprost ist ein Prostamid-Analogon, das den Abfluss des Kammerwassers sowohl über das Trabekelwerk als auch über den uveoskleralen Weg erhöht und so den Augeninnendruck senkt.

Häufig gestellte Fragen

Darf jemand mit Herzerkrankung Lumigan einnehmen?

Manche Formen von Herzerkrankungen sind absolute Gegenanzeigen für Lumigan, insbesondere bei Nitratanwendung oder kürzlichen kardiovaskulären Ereignissen. Stabile, gut kontrollierte kardiovaskuläre Erkrankungen können eine Anwendung von Lumigan unter fachärztlicher Aufsicht erlauben. Die Fachinformation zu Bimatoprost sollte eingesehen werden.

Ist Lumigan bei Nierenproblemen sicher?

Leichte bis mäßige Niereninsuffizienz erlaubt Lumigan in der Regel in angepassten niedrigeren 0.01%, 0.03%-Dosen. Schwere Niereninsuffizienz stellt häufig eine Gegenanzeige dar oder erfordert eine erhebliche Dosisreduktion. Die verschreibende Person entscheidet anhand der Laborwerte und der Begleitmedikation.

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