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Augenheilkunde und ophthalmologische Therapien

Lumigan (Bimatoprost) Augentropfen bei Glaukom

Lumigan ist ein ophthalmisches Prostaglandin-Analogon mit Bimatoprost. Es wird bei Erwachsenen mit okulärer Hypertonie und chronischem Offenwinkelglaukom eingesetzt, mit einmal täglicher Anwendung am Abend und deutlichen Senkungen des Augeninnendrucks.

Lumigan (Bimatoprost) 0.01% ophthalmic solution — medication photo
Wirkstoffe
Bimatoprost
Hersteller
AbbVie / Allergan
Darreichungsformen
ophthalmic solution
Verfügbare Dosierungen
0.01%, 0.03%

What is it?

Lumigan ist die Originalmarke von Bimatoprost-Augentropfen, vermarktet von AbbVie (ursprünglich Allergan). Es wurde 2001 von der US-amerikanischen Food and Drug Administration zugelassen und wird als Augentropfen mit 0,01 % und 0,03 % geliefert. Lumigan wird ausschließlich auf Rezept abgegeben. Ein separates Bimatoprost-Produkt, Latisse, ist zur Behandlung der Hypotrichose der Wimpern zugelassen. Inzwischen sind mehrere zugelassene Generika der Bimatoprost-Augentropfen erhältlich.

Wirkstoffe

Jeder Milliliter Lumigan-Augentropfen enthält Bimatoprost als einzigen Wirkstoff in einer Konzentration von 0,1 mg (0,01 %) oder 0,3 mg (0,03 %). Bimatoprost ist ein synthetisches strukturelles Analogon des Prostamid F2-alpha, das den Abfluss des Kammerwassers sowohl über das Trabekelwerk als auch über den uveoskleralen Weg erhöht.

Forms and dosages

Lumigan wird als ein Tropfen einmal täglich in das/die betroffene(n) Auge(n) angewendet, idealerweise am Abend. Laut Fachinformation reduziert eine häufigere Anwendung den drucksenkenden Effekt, statt ihn zu verstärken. Mehrere Augenarzneimittel sollten im Abstand von mindestens 5 Minuten angewendet werden. Kontaktlinsen sind vor der Anwendung zu entfernen und können 15 Minuten später wieder eingesetzt werden.

Anwendungsgebiete

Lumigan ist bei Erwachsenen zur Senkung eines erhöhten Augeninnendrucks bei Patienten mit chronischem Offenwinkelglaukom oder okulärer Hypertonie zugelassen. Laut internationalen Leitlinien sind Prostaglandin-Analoga wie Bimatoprost aufgrund ihrer Wirksamkeit, der einmal täglichen Anwendung und des günstigen systemischen Sicherheitsprofils typischerweise Erstlinientherapie bei neu diagnostiziertem Glaukom. Eine Kombination mit anderen Wirkstoffen wird in Erwägung gezogen, wenn der Zielaugeninnendruck mit einer Monotherapie nicht erreicht wird.

Wirkmechanismus

Bimatoprost ist ein Prostamid-Analogon, das den Abfluss des Kammerwassers sowohl über das Trabekelwerk als auch über den uveoskleralen Weg erhöht und so den Augeninnendruck senkt. Im Gegensatz zu reinen Prostaglandin-F2-alpha-Analoga wie Latanoprost kann Bimatoprost zusätzlich zu den FP-Rezeptoren auch auf Prostamid-Rezeptoren wirken. Der drucksenkende Effekt hält mindestens 24 Stunden an, was eine einmal tägliche Anwendung unterstützt.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheidet sich Lumigan von Xalatan?

Beide sind Glaukommittel der Prostaglandinklasse. Lumigan enthält Bimatoprost (ein Prostamid-Analogon), Xalatan dagegen Latanoprost (ein echtes Prostaglandin-F2-alpha-Analogon). Die klinische Wirksamkeit ist weitgehend vergleichbar, wobei Bimatoprost in einigen Studien eine etwas stärkere Drucksenkung, jedoch eine ausgeprägtere konjunktivale Hyperämie zeigt. Laut internationalen Leitlinien hängt die Wahl von der individuellen Reaktion und Verträglichkeit ab; die endgültige Entscheidung trifft der verschreibende Arzt.

Warum verursacht Lumigan Veränderungen der Irisfarbe?

Prostaglandin-Analoga, einschließlich Bimatoprost, stimulieren die Melanogenese in den Iris-Melanozyten und führen zu einer allmählichen Zunahme der braunen Pigmentierung. Die Veränderung ist bei Patienten mit gemischtfarbigen Iriden (blau-braun, grün-braun, haselnussbraun) am deutlichsten und ist dauerhaft. Laut Fachinformation sollten Patienten vor Therapiebeginn über diese Möglichkeit informiert werden. Die kosmetische Veränderung beeinträchtigt weder die Augenfunktion noch die Glaukomkontrolle.

Kann Lumigan die Wimpern wachsen lassen?

Lumigan kann das Wachstum und die Verdunkelung der Wimpern als Nebenwirkung verursachen, wenn es bei Glaukom angewendet wird. Ein separates Bimatoprost-Produkt (Latisse) ist in einigen Märkten speziell zur Behandlung der Hypotrichose der Wimpern zugelassen. Laut Fachinformation für Lumigan sind Wimpernveränderungen nach Absetzen meist reversibel, während Veränderungen der Iris-Pigmentierung dauerhaft sind. Die beiden Produkte unterscheiden sich in Formulierung und Indikation.

Wann sollte Lumigan angewendet werden?

Lumigan wird als ein Tropfen einmal täglich in das/die betroffene(n) Auge(n) angewendet, idealerweise am Abend. Laut Fachinformation ergibt diese Zeitwahl eine optimale Kontrolle der diurnalen Schwankungen des Augeninnendrucks. Eine häufigere Anwendung reduziert den drucksenkenden Effekt, statt ihn zu verstärken. Wird eine Dosis vergessen, sollte die nächste Dosis zur üblichen Zeit ohne Verdoppelung angewendet werden.

Was sind die wichtigsten Gegenanzeigen für Lumigan?

Lumigan ist bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Bimatoprost oder seine Hilfsstoffe kontraindiziert. Vorsicht ist geboten bei aktiver intraokularer Entzündung, bei aphaken oder pseudophaken Patienten mit gestörter hinterer Linsenkapsel (Risiko eines Makulaödems) sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Laut Fachinformation muss vor jeder Verordnung die Anamnese durch einen Arzt überprüft werden, insbesondere bei Patienten mit Uveitis in der Vorgeschichte.

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