Umstellung auf oder von Lexapro
Eine Medikamentenumstellung ist mehr als nur Absetzen und Neustart. Bei Lexapro (Escitalopram) hängt das richtige Vorgehen davon ab, ob die Umstellung innerhalb derselben Wirkstoffklasse oder klassenübergreifend erfolgt, von der Halbwertszeit der beteiligten Arzneimittel sowie von der zugrunde liegenden Krankheitskontrolle. Diese Seite skizziert die praktischen Überlegungen bei 5mg, 10mg, 20mg.
Umstellung innerhalb derselben Klasse
Die Umstellung von einem anderen Wirkstoff der Gruppe Antidepressiva auf Lexapro oder umgekehrt verläuft meist direkt: Die verordnende Ärztin bzw. der Arzt legt die Äquivalentdosis von Escitalopram und das Schema fest, und der Wechsel erfolgt an einem definierten Tag. Eine Symptomkontrolle in den ersten Wochen bestätigt, dass die neue Therapie eine gleichwertige Kontrolle liefert. Lexapro wirkt durch selektive Hemmung des Serotonin-Wiederaufnahmetransporters (SERT) an der Synapse und erhöht so die Verfügbarkeit von Serotonin für postsynaptische Rezeptoren.
Klassenübergreifende Umstellung
Eine Umstellung auf Lexapro aus einer anderen therapeutischen Klasse ist aufwändiger. Manche Wechsel erfordern eine Auswaschphase (insbesondere bei sich überschneidenden Rezeptor-Agonisten/-Antagonisten oder gemeinsamen Stoffwechselwegen), andere nutzen eine Kreuztitration mit kurzer Überlappung beider Arzneimittel. Die verordnende Ärztin bzw. der Arzt wählt das Vorgehen anhand der beteiligten Arzneimittel, der Indikation und individueller Faktoren bei 5mg, 10mg, 20mg.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich von einem anderen Arzneimittel direkt auf Lexapro umstellen? ▾
Manchmal ja — innerhalb derselben Klasse sind direkte Umstellungen üblich. Klassenübergreifend ist ein strukturiertes Vorgehen (Auswaschphase oder Kreuztitration) meist sicherer. Die verordnende Ärztin bzw. der Arzt bestätigt, ob die direkte Umstellung auf Lexapro bei 5mg, 10mg, 20mg geeignet ist.
Was tun, wenn die Umstellung nicht wirkt? ▾
Die Ergebnisse einer Umstellung variieren; die Grunderkrankung benötigt unter Umständen einige Wochen, um sich auf der neuen Medikation neu einzustellen. Bei deutlicher Symptomverschlechterung oder neuen Nebenwirkungen sollte die verordnende Ärztin bzw. der Arzt aufgesucht werden, statt unbegrenzt zu warten oder eigenständig zur ursprünglichen Medikation zurückzuwechseln.
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