DutyPills.com
Antibiotika

Cipro mit der Antibabypille

Viele Frauen im reproduktiven Alter nehmen eine kombinierte oder reine Gestagen-Pille und gleichzeitig ein chronisches Arzneimittel wie Cipro (Ciprofloxacin) ein. Die Kombination ist bei 250mg, 500mg, 750mg in der Regel unproblematisch, doch einige wenige Medikamente können die kontrazeptive Wirksamkeit relevant verringern und erfordern entweder eine zusätzliche Methode oder einen Wechsel.

Wie Cipro die kontrazeptive Wirksamkeit beeinflussen kann

Kombinierte und reine Gestagen-Kontrazeptiva werden über CYP3A4 metabolisiert. Starke CYP3A4-Induktoren (einige Antiepileptika, Rifampicin, Johanniskraut) senken die kontrazeptiven Plasmaspiegel und reduzieren die Wirksamkeit. Ob Ciprofloxacin auf CYP3A4 wirkt, bestimmt, ob Cipro die Verhütung beeinflusst. Die meisten Wirkstoffe der Gruppe Antibiotika haben bei 250mg, 500mg, 750mg keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Pille.

Praktische Empfehlung

Nach der Fachinformation zu Ciprofloxacin sollten Frauen unter hormoneller Verhütung Cipro mit der verordnenden Ärztin bzw. dem Apotheker besprechen. Bei dokumentierter Wechselwirkung ist eine zusätzliche Barrieremethode oder der Wechsel auf eine nicht-orale Methode (IUP, Implantat) für die Dauer der Cipro-Therapie die übliche Maßnahme.

Häufig gestellte Fragen

Macht Cipro meine Pille weniger wirksam?

Die meisten Arzneimittel aus Antibiotika beeinträchtigen bei 250mg, 500mg, 750mg die Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva nicht. Ausnahmen sind CYP3A4-induzierende Substanzen und wenige andere. Die Fachinformation zu Ciprofloxacin gibt an, ob die Wechselwirkung relevant ist.

Brauche ich unter Cipro eine zusätzliche Verhütung?

Eine zusätzliche Verhütung ist nur bei dokumentierter Wechselwirkung zwischen Cipro und der Methode erforderlich. Für die meisten Anwenderinnen bei 250mg, 500mg, 750mg ist sie nicht nötig. Die Apothekerin bzw. der Apotheker bestätigt, ob Ciprofloxacin mit hormoneller Verhütung interagiert.

More on Cipro

Die Informationen auf dieser Website dienen ausschließlich zu Referenz- und Bildungszwecken. Sie ersetzen nicht die Beratung durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal.