Umstellung auf oder von AndroGel
Eine Medikamentenumstellung ist mehr als nur Absetzen und Neustart. Bei AndroGel (Testosterone) hängt das richtige Vorgehen davon ab, ob die Umstellung innerhalb derselben Wirkstoffklasse oder klassenübergreifend erfolgt, von der Halbwertszeit der beteiligten Arzneimittel sowie von der zugrunde liegenden Krankheitskontrolle. Diese Seite skizziert die praktischen Überlegungen bei 1%, 1.62%.
Umstellung innerhalb derselben Klasse
Die Umstellung von einem anderen Wirkstoff der Gruppe Hormone und Empfängnisverhütung auf AndroGel oder umgekehrt verläuft meist direkt: Die verordnende Ärztin bzw. der Arzt legt die Äquivalentdosis von Testosterone und das Schema fest, und der Wechsel erfolgt an einem definierten Tag. Eine Symptomkontrolle in den ersten Wochen bestätigt, dass die neue Therapie eine gleichwertige Kontrolle liefert. Testosteron aus AndroGel wird über die Haut resorbiert, wobei etwa 10 % der aufgetragenen Dosis in den systemischen Kreislauf gelangen.
Klassenübergreifende Umstellung
Eine Umstellung auf AndroGel aus einer anderen therapeutischen Klasse ist aufwändiger. Manche Wechsel erfordern eine Auswaschphase (insbesondere bei sich überschneidenden Rezeptor-Agonisten/-Antagonisten oder gemeinsamen Stoffwechselwegen), andere nutzen eine Kreuztitration mit kurzer Überlappung beider Arzneimittel. Die verordnende Ärztin bzw. der Arzt wählt das Vorgehen anhand der beteiligten Arzneimittel, der Indikation und individueller Faktoren bei 1%, 1.62%.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich von einem anderen Arzneimittel direkt auf AndroGel umstellen? ▾
Manchmal ja — innerhalb derselben Klasse sind direkte Umstellungen üblich. Klassenübergreifend ist ein strukturiertes Vorgehen (Auswaschphase oder Kreuztitration) meist sicherer. Die verordnende Ärztin bzw. der Arzt bestätigt, ob die direkte Umstellung auf AndroGel bei 1%, 1.62% geeignet ist.
Was tun, wenn die Umstellung nicht wirkt? ▾
Die Ergebnisse einer Umstellung variieren; die Grunderkrankung benötigt unter Umständen einige Wochen, um sich auf der neuen Medikation neu einzustellen. Bei deutlicher Symptomverschlechterung oder neuen Nebenwirkungen sollte die verordnende Ärztin bzw. der Arzt aufgesucht werden, statt unbegrenzt zu warten oder eigenständig zur ursprünglichen Medikation zurückzuwechseln.
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