Lasix (Furosemid)
Lasix ist die Originalmarke von Furosemid, einem von Sanofi vertriebenen Schleifendiuretikum zur Behandlung der Flüssigkeitsüberladung bei Herzinsuffizienz, Nierenerkrankung und Leberzirrhose. Tabletten zu 20 mg, 40 mg und 100 mg mit raschem Wirkungseintritt und einer Wirkdauer von etwa 6 Stunden.
- Wirkstoffe
- Furosemide
- Hersteller
- Sanofi
- Darreichungsformen
- tablet
- Verfügbare Dosierungen
- 20mg, 40mg, 100mg
- Kategorie
- Diuretika
What is it?
Lasix ist der Originalmarkenname für Furosemid, ein von Hoechst (heute Teil von Sanofi) entwickeltes Schleifendiuretikum, das in den 1960er Jahren zugelassen wurde. Es zählt zu den weltweit am häufigsten verschriebenen Herz-Kreislauf-Arzneimitteln und ist auf der WHO-Liste der unentbehrlichen Arzneimittel aufgeführt. Lasix wird zur Behandlung der Flüssigkeitsüberladung (Ödeme) bei Herzinsuffizienz, chronischer Nierenerkrankung und Leberzirrhose sowie beim akuten Lungenödem und als Antihypertensivum der zweiten Wahl eingesetzt. Zugelassene Furosemid-Generika sind seit den 1980er Jahren erhältlich.
Wirkstoffe
Jede Lasix-Tablette enthält Furosemid als Wirkstoff und wird in drei Stärken angeboten: 20 mg, 40 mg und 100 mg. Furosemid ist ein potentes Schleifendiuretikum, das den Na+/K+/2Cl--Cotransporter (NKCC2) im dicken aufsteigenden Teil der Henle-Schleife hemmt. Dadurch wird die Rückresorption von Natrium, Chlorid, Kalium und Wasser blockiert, was eine ausgeprägte und rasch einsetzende diuretische Wirkung bewirkt. Intravenöse und orale Lösungen werden ebenfalls für den klinischen und pädiatrischen Einsatz vermarktet.
Forms and dosages
Lasix wird als runde, weiße, gekerbte Tabletten in den Stärken 20 mg, 40 mg und 100 mg angeboten. Bei chronischen Ödemen Erwachsener liegen die üblichen Anfangsdosen bei 20 bis 40 mg ein- oder zweimal täglich, vorzugsweise morgens, um nächtliche Diurese zu vermeiden. Die Dosis kann je nach Ansprechen und Nierenfunktion schrittweise erhöht werden, in refraktären Fällen bis zu 600 mg pro Tag. Laut Fachinformation sollte die Einnahmezeit angesichts des raschen Wirkungseintritts an den Tagesablauf angepasst werden.
Anwendungsgebiete
Lasix ist zugelassen zur Behandlung der Flüssigkeitsüberladung bei Herzinsuffizienz, chronischer Nierenerkrankung und Leberzirrhose (mit oder ohne Aszites) sowie beim akuten Lungenödem. Es ist außerdem zur Therapie der Hypertonie zugelassen, wobei Thiaziddiuretika als erste Wahl gelten. Laut klinischen Leitlinien wird das Arzneimittel erst nach Klärung der Ursache der Flüssigkeitsüberladung verordnet, da gegebenenfalls weitere Therapien parallel erforderlich sind. Eine Selbstmedikation mit Furosemid zur Gewichtsabnahme wird nicht empfohlen und ist mit dokumentierten Schäden verbunden.
Wirkmechanismus
Lasix wirkt in der Henle-Schleife der Niere, wo es den NKCC2-Cotransporter blockiert, der normalerweise Natrium, Chlorid und Kalium aus dem Harn in die Blutbahn rückresorbiert. Durch diese Blockade steigert Lasix die Urinausscheidung deutlich und entfernt überschüssiges Wasser und Natrium aus dem Körper. Die Reduktion des zirkulierenden Volumens senkt die kardialen Füllungsdrücke und lindert pulmonale und periphere Stauungen. Der Wirkungseintritt erfolgt 30 bis 60 Minuten nach oraler Einnahme, mit maximaler Diurese nach 1 bis 2 Stunden und einer Gesamtwirkdauer von etwa 6 Stunden.
Häufig gestellte Fragen
Wann sollte ich Lasix einnehmen? ▾
Laut Fachinformation wird Lasix in der Regel morgens eingenommen, um nächtliche Miktion zu vermeiden, da die diuretische Wirkung nach oraler Gabe etwa 6 Stunden anhält. Wird eine zweite Tagesdosis verordnet, erfolgt sie meist am frühen Nachmittag. Die Tabletten können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden, wobei Nahrung den Wirkungseintritt geringfügig verzögern kann. Eine konstante Einnahmezeit unterstützt eine stabile diuretische Wirkung über den Tag.
Worin unterscheidet sich Lasix von generischem Furosemid? ▾
Beide Produkte enthalten denselben Wirkstoff Furosemid in denselben Stärken. Zugelassenes generisches Furosemid muss gemäß regulatorischen Vorgaben Bioäquivalenz zur Originalmarke nachweisen. Unterschiede betreffen Hersteller, Hilfsstoffe, Aussehen der Tablette und Preis. Laut klinischen Leitlinien erzielt ein zugelassenes Generikum vergleichbare klinische Wirkungen wie Lasix und ist ein akzeptabler Ersatz. Manche Patienten bevorzugen die Marke, ein konsistenter klinischer Vorteil ist jedoch nicht belegt.
Kann Lasix eine Dehydratation verursachen? ▾
Ja, insbesondere bei hohen Dosen, bei älteren Patienten oder bei eingeschränkter Flüssigkeitszufuhr. Symptome eines übermäßigen Volumenverlusts sind Durst, Schwindel beim Aufstehen, Müdigkeit, niedriger Blutdruck und reduzierte Urinmenge. Laut Fachinformation soll die Lasix-Dosis so niedrig wie möglich gewählt werden, um die gewünschte Diurese zu erreichen, und Patienten sollten zur Flüssigkeitsaufnahme aufgeklärt werden. Eine regelmäßige Kontrolle von Nierenfunktion und Elektrolyten ist während der Therapie erforderlich.
Sollte ich unter Lasix Kaliumpräparate einnehmen? ▾
Lasix erhöht den renalen Kaliumverlust, weshalb gegebenenfalls eine Kaliumsubstitution oder die Mitverordnung eines kaliumsparenden Diuretikums erforderlich ist. Der Substitutionsbedarf hängt von Dosis, Therapiedauer, Ausgangskaliumspiegel und Begleitmedikation ab. Laut Fachinformation sollten die Kaliumspiegel während der Lasix-Therapie regelmäßig kontrolliert werden und eine Substitution sollte vom verschreibenden Arzt geleitet und nicht eigenmächtig begonnen werden.
Kann ich Lasix abrupt absetzen? ▾
Bei chronischen Indikationen wie Herzinsuffizienz kann ein abruptes Absetzen von Lasix zu einer raschen Flüssigkeitsretention, Symptomverschlechterung und Dekompensation führen. Laut klinischen Leitlinien sollten Dosisänderungen oder das Absetzen mit dem behandelnden Arzt geplant werden, mit Kontrolle von Körpergewicht, Symptomen und Elektrolyten. Bei kurzzeitiger Anwendung in akuten Situationen entscheidet der verschreibende Arzt anhand des klinischen Bildes über das Absetzen.
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